“Do good and do well”: Die Geschichte von Vernisa Rejhan

Am Samstag, dem 9.12.2017, wurde in den Räumlichkeiten der ASA Prevent Firmengruppe das monatliche Treffen der Studenten Stipendiaten der Hastor Stiftung für den Dezember abgehalten. Die Lebensgeschichte eines Menschens als Motivationsfaktor ist oft das Thema unserer Treffen, weshalb auch dieses durch die Lebensgeschichte unserer Gästin gekennzeichnet war.

In einer Zeit, als die Mehrheit junger Menschen in westeuropäische Länder auswandern möchten, um nach einer besseren Arbeit und einem besseren Leben zu suchen, hört man von Menschen, die nach Bosnien und Herzegowina zurückkehren, um ihr Wissen und ihre Erfahrung im Heimatland anzuwenden, fast gar nichts.

Vernisa ist zu der Position der Direktorin dieser IT Firma von einer sehr erwünschten Arbeitsstelle in Stockholm gekommen. Vorher war sie in der Firma Scandinavian Airlines (SAS) angestellt, wo sie als Beraterin für zentralisierte Verwaltung mit der Förderung von Aktivitäten gearbeitet hatte. Neben der Funktion der operativen Direktorin in der schon erwähnten Firma ist Vernisa auch ein Mitglied des Verwaltungsrates der BiH Futures Foundation, ein Mitglied der Organisation APU Network BiH, sowie der Initiator des Forums Leaders Tribe BiH.

Sie wurde in Donji Vakuf geboren, wo sie ihre Kindheit verbracht hat und von dort ist sie anfang des Krieges in Bosnien und Herzegovina mit ihrer Mutter und Schwester nach Kroatien abgereist, mit dem Ziel bald wieder nach Hause zurückzukehren. Ihr Weg führte sie stattdessen ein Jahr später nach Stockholm, wo Vernisa bis zum Januar dieser Jahres gelebt hat.

Bis zur Position des operativen Direktors in einer erfolgreichen Firma war es für Vernisa ein langer Weg. Dank des schwedischen Systems, welches jungen Menschen schon sehr früh das Sammeln von Arbeitserfahrungen ermöglicht, hatte sie ihre erste Arbeitserfahrung  schon mit 15 Jahren. Während ihrer Ausbildung hatte sie viele unterschiedliche Studentenjobs, von denen sie die Arbeit im Altersheim besonders hervorhebt; diese hätte sie nämlich belehrt das Leben und die Möglichkeiten, die sich ihr bieten, zu schätzen. Die unterschiedlichen Jobs, die sie während des Studiums und auch danach gehabt hat, führten sie zu ihrer ersten festen Anstellung, erstmals in der Firma TelgeEnergi und dann in der schwedischen Fluggesellschaft Scandinavian Airlines. Die Gelegenheit für ein Engagement in Bosnien und Herzegowina ergab sich durch ein  Angebot zur Anstellung in der Firma Softhouse in Sarajevo, was Vernisa zusammen mit allen Kenntnissen, die sie durch ihre Jobs erworben hatte, nach 25 Jahren  wieder zurück nach Bosnien und Herzegowina bringt.

Vernisas Rückkehr nach Bosnien und Herzegowina ist ein enormer Gewinn für unsere Gesellschaft und ihre Lebensgeschichte dient unseren Stipendiaten als Motivation und Inspiration, um ihren eigenen Weg zum Erfolg weiter zu verfolgen. Das, was die Stipendiaten bei diesem Treffen haben lernen können, ist, dass für die Erfüllung unserer Endziele das Hinaufklettern von zahlreichen Stufen nötig ist und dass uns jede Stufe mit neuen Erfahrungen, neuem Wissen und neuen Bekanntschaften bereichert, sowie dass man sich mit den richtigen Menschen umgeben muss, um eine gesunde und produktive Umgebung zu kreieren, die uns zum Erfolg bewegen würde, berichtete Vernisa.

Džulisa Otuzbir