Die Hastor Stiftung organisiert mit ihren Partnern einen runden Tisch zum Thema „Bildungsförderung durch die Zusammenarbeit der Wirtschaft und der Bildungsinstitutionen mit Beispielen guter Praxis“

Durch die Entwicklungspartnerschaft mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH  implementieren “PREVENT COMPONENTS” d.o.o. Goražde und die Hastor Stiftung das Projekt „IDEAL – Förderung und Entwicklung der Bildungssysteme für Plastiker in Bosnien und Herzegowina“. Die Entwicklungspartnerschaft wird im Rahmen des develoPPP.de Programms im Auftrag des Deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umgesetzt. Das Projekt wird vom BMZ und einem Projektpartner aus dem privaten Sektor – der Firma „PREVENT COMPONENTS“ d.o.o. Goražde finanziert. Alle Aktivitäten des Projekts tragen zum Aufbau eines Fachausbildungssystems bei, das mehr am Arbeitsmarkt orientiert ist und zur Verbesserung des Images des sekundären Bildungsbereiches, sowie zur Erhöhung der Anzahl qualifizierter Arbeitskräfte, als Hauptbeitrag in der wirtschaftlichen Entwicklung des Staates.

Der runde Tisch zum Thema „Bildungsförderung durch die Zusammenarbeit der Wirtschaft und der Bildungsinstitutionen mit Beispielen guter Praxis“, der von der Agentur für Vorschul-, Primär-, und Sekundärbildung (APOSO) und der Auslandshandelskammer Bosnien und Herzegowina (VTK BiH) in Zusammenarbeit mit „IDEAL – Förderung und Entwicklung der Bildungssysteme für Plastiker in Bosnien und Herzegowina“ organisiert wurde, fand am 30.10.2019 in Sarajevo statt.

Die Vertreter der Agentur für Vorschul-, Primär-, und Sekundärbildung (APOSO) und der Auslandshandelskammer Bosnien und Herzegowina haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, als Zeichen der gemeinsamen Orientierung im Bezug auf das gemeinsame Ziel der Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftssubjekten, Berufsverbänden und Bildungsinstitutionen, um die Bildung im Einklang mit dem Arbeitsmarkt zu fördern.

Die Teilnehmer des runden Tisches haben über die Teilnahmemöglichkeiten des wirtschaftlichen Sektors in der Gestaltung des Bildungsprozesses, über die Überwindungsmöglichkeiten der Problematik des Mangels an qualifizierter Arbeitskraft, über Initiativen und Aktivitäten, die zwecks der Übereinstimmung  des Bildungssektors und der Bedürfnisse des Arbeitsmarkts umgesetzt werden, sowie über den Bildungsstandard und dessen Wert für den wirtschaftlichen Sektor diskutiert.

 „Der Berufsstandard stellt den ersten Schritt in der Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Schulen und der Wirtschaft dar, da er alle notwendigen Kenntnisse, Fertigkeiten sowie die Selbstständigkeit und Verantwortung definiert, die eine Person besitzen muss, um in dem jeweiligen Beruf arbeiten zu können. Aufgrund des Berufsstandards entstehen Qualifikationsstandards, die jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt Erfolg bringen. Der Qualifikationsstandard dient dem klaren Definieren der Lernergebnisse, die eine Person erreicht haben muss. Klar definierte Berufsstandards und Qualifikationsstandards sind die Voraussetzung für die Gestaltung von hochqualitativen Lehrplänen“, sagte der Direktor der Fachmittelschule „Džemal Bijedić“ Goražde Admir Kurtović.

Der Direktor der Hastor Stiftung Seid Fijuljanin nannte die Fachmittelschule „Džemal Bijedić“ Goražde als positives Beispiel, da hier eine ganze Klasse von der ersten bis zur dritten Klassenstufe den praktischen Unterricht in Firmen hat, die sich mit der Bearbeitung und Produktion von Plastikteilen beschäftigen.

 „Diese Aktivität ist wichtig, weil Kinder mit modernen Technologien arbeiten, aber auch die Lehrer informieren sich über moderne Technologien und sind damit besser ausgestattet mit Wissen, das sie den Kindern während ihres Theorieunterrichts im Rahmen des Lehrplans übermitteln können. Die Hastor Stiftung wird mit Partnern, vor allem mit der GIZ und anderen Firmen in ähnlichen oder gleichen Industrien versuchen, diese Praxis in anderen Lokalgemeinden nachzubilden und wir hoffen, dass dies in den nächsten 2 bis 5 Jahren eine weitverbreitete Praxis sein wird, denn uns wurde schon die Unterstützung von anderen internationalen Unternehmen angekündigt, die mit der GIZ unsere Initiative unterstützen möchten“, sagte Fijuljanin.

„Die Mittel, die eine Firma für die duale Ausbildung bereitstellt, sollte man nicht als Ausgaben sehen, sondern als eine Investition, die langfristige Resultate bringen wird und eine bessere Zukunft sowohl für die Firma als auch für die Schüler der Fachmittelschulen“, sagte Anes Bunjo, Leiter von Prevent Components. Allen Teilnehmern wurden Beispiele einer erfolgreichen Zusammenarbeit des wirtschaftlichen und Bildungssektors in Bosnien und Herzegowina präsentiert, die mit der Unterstützung des Projekts IDEAL entstanden sind, vor allem das Beispiel von Prevent Components. Die Absicht dahinter ist es, Vertreter der Behörden, Wirtschaft und der Bildungsinstitutionen zu versammeln, um einen konstruktiven Dialog über die Fragen der Förderung der Bildung mithilfe der Zusammenarbeit der Wirtschaft und der Bildungsinstitutionen zu führen.