Im Juni 2026 führten die Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Mentorinnen und Mentoren der Hastor Stiftung eine Reihe bedeutender ehrenamtlicher Aktivitäten in verschiedenen Städten Bosnien und Herzegowinas durch und bestätigten damit erneut die Werte, auf denen die Stiftung ihre Arbeit aufbaut – Bildung, Solidarität, gesellschaftliche Verantwortung, Jugendaktivismus und der Beitrag zur lokalen Gemeinschaft. Durch sorgfältig konzipierte Workshops, Bildungsangebote, humanitäre Aktionen und Aktivitäten zur Gestaltung gemeinschaftlicher Räume zeigten die Teilnehmenden, dass Freiwilligenarbeit ein starkes Instrument sowohl für die persönliche Entwicklung als auch für die Schaffung positiver gesellschaftlicher Veränderungen ist.

Entwicklung beruflicher Interessen und Förderung gesunder Lebensgewohnheiten

Brčko

In Brčko führten die Mentorinnen Adelisa Okanović und Almina Vejzović zwei besonders wertvolle Aktivitäten durch, die auf die Entwicklung von Wissen, Fähigkeiten und Bewusstsein junger Menschen ausgerichtet waren.

Die erste Aktivität mit dem Titel „Schulisches Mini-Projekt: Berufe durch Plakate und Recherche kennenlernen“ bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, verschiedene Berufe und ihre Rolle in der Gesellschaft auf kreative und interaktive Weise zu erforschen. Durch Gruppenarbeit, Recherche, Diskussionen und die Erstellung informativer Plakate entwickelten die Teilnehmenden ihre Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten, lernten die Bedeutung unterschiedlicher Berufe kennen und setzten sich mit ihren eigenen Interessen und zukünftigen beruflichen Perspektiven auseinander. Einen besonderen Wert erhielt die Aktivität durch die abschließende Ausstellung der Arbeiten, die den Austausch von Wissen, Erfahrungen und Ideen ermöglichte.

Die zweite Aktivität war der Förderung gesunder Lebensgewohnheiten bei Jugendlichen gewidmet. Durch Bildungsworkshops, Umfragen, Gruppenaufgaben, Alltagssimulationen und interaktive Quizze diskutierten die Schülerinnen und Schüler über die Bedeutung ausgewogener Ernährung, körperlicher Aktivität, ausreichenden Schlafs, psychischer Gesundheit und eines verantwortungsvollen Umgangs mit digitalen Technologien. Die Aktivität trug zur Sensibilisierung für einen gesunden Lebensstil bei und motivierte junge Menschen, Gewohnheiten zu entwickeln, die ihr körperliches und psychisches Wohlbefinden positiv beeinflussen.

Kultur der Dankbarkeit und humanitäres Engagement

Sarajevo

In Sarajevo wurden Aktivitäten durchgeführt, die Empathie, Dankbarkeit und gesellschaftliche Verantwortung bei den Schülerinnen und Schülern förderten.

Im Workshop „Ein kleines Dankeschön für große Mühe“ hatten die Teilnehmenden gemeinsam mit den Mentorinnen und Mentoren Sajra Bajraktarević und Kerim Šabet die Gelegenheit, über die Unterstützung nachzudenken, die sie während des Schuljahres von Lehrkräften und Klassenleitungen erhalten hatten. Durch kreativ gestaltete Dankeskarten drückten sie ihre Wertschätzung und ihren Respekt gegenüber den Personen aus, die sie begleitet, unterrichtet und motiviert hatten. Die Aktivität förderte emotionale Intelligenz, eine Kultur der Anerkennung sowie respektvolle zwischenmenschliche Beziehungen.

Darüber hinaus führten die Mentorinnen und Mentoren Džejlana Varupa, Sadeta Salkanović, Amina Salihović und ihre Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit der humanitären Organisation Pomozi.ba eine Freiwilligenaktion durch. Die Jugendlichen beteiligten sich am Sammeln, Sortieren, Erfassen und Verpacken von Spenden für sozial benachteiligte Familien und Einzelpersonen. Durch die direkte Mitarbeit in der Organisation gewannen sie wertvolle Einblicke in die Arbeit des humanitären Sektors, die Bedeutung ehrenamtlichen Engagements und die Wichtigkeit der Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen. Diese Aktivität stärkte zusätzlich das Gefühl von Solidarität und gesellschaftlicher Verantwortung.

Interkulturelle Vernetzung durch Sprache und Kultur

Mostar

Eine der in Mostar durchgeführten Freiwilligenaktivitäten stellte ein gelungenes Beispiel für die Verbindung junger Menschen unterschiedlicher kultureller und sprachlicher Hintergründe dar.

Gemeinsam mit den Mentorinnen Anida Maksumić und Jovana Krčo erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit Unterstützung ihrer palästinensischen Altersgenossen die Grundlagen der arabischen Sprache kennenzulernen. Die jungen Gäste übernahmen die Rolle kleiner Lehrender und stellten einen Teil ihrer Kultur, Sprache und Traditionen vor. Durch Gespräche, Sprachspiele und gemeinsames Lernen wurde das Bewusstsein für gegenseitigen Respekt, die Akzeptanz von Vielfalt und Offenheit gegenüber anderen Kulturen gestärkt. Die Aktivität trug zur Schaffung eines inklusiven Umfelds bei, in dem sich alle Schülerinnen und Schüler angenommen, gleichberechtigt und wertgeschätzt fühlen konnten.

Förderung von Jugendaktivismus und gesellschaftlichem Engagement

Jajce

In Jajce beteiligten sich junge Menschen unter der Leitung von Adis Poturović und Zinedin Šahman aktiv an der Bewerbung der Angebote und Möglichkeiten des Zentrums für Jugendbegegnung (COD).

Durch die Gestaltung von Werbetafeln, Flyern und Plakaten lernten die Schülerinnen und Schüler, Botschaften zu entwickeln und zu vermitteln, die Gleichaltrige zur aktiven Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen motivieren. In kreativen Workshops und gemeinsamen Aktivitäten stärkten sie ihre organisatorischen, kommunikativen und führungsbezogenen Kompetenzen, während gleichzeitig die Bedeutung sicherer Räume für Begegnung, Lernen, Talentförderung und eine aktive Freizeitgestaltung hervorgehoben wurde.

Gestaltung der Gemeinschaft und Entwicklung ökologischen Bewusstseins

Zenica

In Zenica organisierte Sumeja Šišman eine Aktion zur Verschönerung der lokalen Gemeinschaft durch das Pflanzen von Blumen und die Gestaltung öffentlicher Flächen.

Die Aktivität umfasste die Vorbereitung des Geländes, das Entfernen von Unkraut, das Pflanzen von Blumensetzlingen sowie die regelmäßige Pflege der bepflanzten Bereiche. Neben der optischen Aufwertung des öffentlichen Raums hatte die Aktion auch eine starke pädagogische Komponente, da sie Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt und gemeinschaftlichem Eigentum förderte.

Schlussabschnitt

Die im Juni 2026 durchgeführten Freiwilligenaktivitäten haben erneut gezeigt, dass die Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Mentorinnen und Mentoren der Hastor Stiftung wichtige Träger positiver Veränderungen in ihren lokalen Gemeinschaften sind. Durch Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Gesundheit, humanitäre Arbeit, interkultureller Dialog, Jugendaktivismus und Umweltschutz entwickelten die Teilnehmenden zahlreiche Kompetenzen und Werte, die die Hastor Stiftung kontinuierlich fördert – Verantwortung, Empathie, Solidarität, Führungskompetenz, Teamarbeit und lebenslanges Lernen. Die umgesetzzten Aktivitäten trugen nicht nur zur persönlichen Entwicklung der Beteiligten bei, sondern hinterließen auch sichtbare Spuren in den Gemeinschaften, in denen sie durchgeführt wurden. Damit wurde erneut bestätigt, dass Freiwilligenarbeit eine der wichtigsten Formen gesellschaftlichen Engagements junger Menschen und ein zentraler Bestandteil der Mission der Hastor Stiftung beim Aufbau einer besseren und menschlicheren Gesellschaft ist.

Vorbereitet von: Ajna Šido