Philanthropie als Mission der Hastor Stiftung

Unsere Stipendiaten Zehra Gromilić und Ibrahim Mandžić haben zusammen mit den Schülern – Stipendiaten der Hastor Stiftung erneut eine erfolgreiche Hilfsaktion auf dem Gebiet der Gemeinde Srebrenica durchgeführt. Die Hastor Stiftung ermutigt jede Bemühung unserer Stipendiaten, ihre Gemeinschaft zu einen besseren Ort zum Leben zu machen und unterstützt ihre Anstrengungen im Beweisen, dass Philanthropie sehr wohl gepflegt wird, wobei das beste Beispiel genau die jungen Stipendiaten der Hastor Stiftung sind, die als Beispiel der gesamten Gesellschaft dienen können und die in der Zukunft mit diesen Eigenschaften sicherlich die Auslöser vieler großen Veränderungen sein werden. Im Anschluss bringen wir Ihnen Zehras Berricht von dieser Hilfsaktion.

Wie jeden Monat, bemühe ich mich die Volontärarbeit mit meinen Schülern auf die beste mögliche Art und Weise zu machen. Das ist keine Volontärarbeit, die aus „leeren Worten“ besteht, sondern Volontärarbeit bei welcher wir durch unsere Taten unser eigentliches, für den jeweiligen Monat geplantes Thema demonstrieren? Das Thema für diesen Monat war in Verbindung mit der Lösung eines Problems innerhalb der von uns ausgewählten Gemeinde. Da Ibrahim aus der Gemeinde Srebrenica kommt, entschied ich mich zusammen mit meinen Schülern, etwas in dieser Stadt zu machen. Die Ideen, die uns einfielen, waren wirklich äußerst faszinierend und ich war sehr froh über die Tatsache, dass sich in so kleinen Köpfchen zahlreiche Lösungen zu unserer jetzigen Lage verstecken. Alle lagen jedoch irgendwie außer unserer Reichweite, das heißt, wir mussten uns auf eine Idee fokusieren, die wir auch verwirklichen konnten. Ich schlug den Schülern vor, dass wir einige Lebensmittel von zu Hause, Kleidung, die wir nicht länger benötigen und ein paar Süßigkeiten zusammenbringen, ein Paket daraus machen und mit der Hilfe von Ibrahim dieses einer Familie in Srebrenica weiterleiten. Auf den Gesichtern meiner Schuler merkte man eine besondere Freude und Ehrlichkeit bei dem Ansammeln all dieser Sachen. Ich war überaus glücklich darüber, wie bereit sie waren, das, was sie haben, auch zu vergeben.
Es ist eine große Sache, wenn jemand etwas an eine anderen Person vergibt, jedoch noch eine größere ist es, wenn jemand bereit ist, das zu machen, obwohl er selbst sehr wenig hat. Innerhalb von ein paar Tagen hatten wir alles angesammelt, was wir für nötig hielten. In der Zwischenzeit erteilte ich Ibrahim die Aufgabe, den Ortsvorsteher seiner Gemeinde – Ćamil Duraković zu besuchen und ihm diese Aktion ausführlich zu erörtern. Der Ortsvorsteher war sehr überrascht, er reagierte positiv auf so eine Aktion einer Gruppe von Jugendlichen, die durch die Tätigkeit der Hastor Stiftung animiert wurden. Er überlieferte besondere Grüße an die Hastor Stiftung, die Kinder solchen Sachen belehrt, aber auch an uns, die auf die Idee gekommen sind. Die Familie Lemeš, der Ibrahim mit der Hilfe des Ortsvorstehers das Paket überbrachte, war sehr glücklich. Ibrahim überbrachte mir die Nachricht, sie seien begeistert gewesen, insbesondere als sie gehört hatten, dass das Paket ein Geschenk von einer Gruppe von Schülern ist. Sie sagten auch, dass sie bisher verschiedene Arten von Hilfe von unterschiedlichen Organisationen erhalten hatten, so etwas wie diese Aktion hatten sie jedoch niemals erlebt. Emotional dieses Ereignis beschreibend, offenbart Ibrahim, dass seine Seele erfüllt war, als die kleinen Kinder zu den Süßigkeiten im Paket eilten. Er war sehr froh darüber, ein Teil dieser Aktion gewesen zu sein und er verstand die eigentliche Bedeutung unserer Stiftung. Elvis Lemeš, der Gastgeber, der in diesem kleinen Heim in Kršan mit seinen vier Kindern, von denen zwei in die Schule gehen, wohnt, sagt, dass ihm wirklich jede Art von Hilfe Gold wert ist und dass er überglücklich ist, für den das Land gekämpft zu haben, in dem es solch eine Jugend gibt. Eine Jugend, die ihr Volk auf die Beine bringen wird und die niemals vergessen wird, diejenigen, die dafür zuständig sind, dass sie auf diesem bosnischen Boden wandeln können, zu respektieren. So, kurz gefasst, dies ist eine Aktion aus einer Reihe von Aktionen, die ich mit meinen Schülern durchgeführt habe. Ich bin glücklich und dieses Glück kann nicht beschrieben werden, denn, anderen zu helfen bedeutet wirklich auch sich selbst zu helfen. Der Grund, weshalb wir den Ortsvorsteher in die ganze Geschichte miteinbezogen haben, ist der, dass ich es für sehr wichtig halte, dass so viel Menschen wie möglich mit unserer Stiftung bekannt gemacht werden, dass sie sehen, wessen sie uns belehrt und dass es immer noch Menschen gibt, die zu Leaders in ihren Gemeinschaften werden wollen. Durch die Stiftung bilde ich mich selbst und meine Schüler weiter und mit jedem Tag, mit jedem Volontärtreffen fügen wir eine neue Eigenschaft welche, wie Herr Lemeš sagen würde – „des Goldes wert“ ist, zu unseren anderen hinzu.

Wir werden auch weiterhin mit unseren Aktionen fortfahren, denn wir haben sie auch wirklich nötig. Wir benötigen Optimismus, mit dem wir diese Welt mit hellen, warmen und rosigen Farben versehen werden.

Zehra Gromilić
Džulisa Otuzbir