Asmira Kunić stammt aus Zvornik und ist seit sechs Jahren Stipendiatin der Hastor Stiftung. Als Schülerin der vierten Klasse des Gymnasiums an der Internationalen Maarif Schule in Sarajevo hatte sie die Gelegenheit, Bosnien und Herzegowina bei einem der bedeutendsten weltweiten Wettbewerbe im Bereich Robotik – dem „FIRST Global Challenge“ – zu vertreten. Dabei handelt es sich um eine internationale Olympiade, die Teams aus nahezu der ganzen Welt zusammenbringt und vom 29. Oktober bis zum 1. November 2025 in Panama City stattfand, mit der Teilnahme von insgesamt 190 Ländern.
Die Vorbereitungen auf den Wettbewerb waren intensiv und anspruchsvoll und fanden häufig in Mostar statt, was aufgrund der Reisen eine zusätzliche Herausforderung darstellte. Dennoch hielt dies Asmira nicht davon ab, aktiv zum Team beizutragen, selbst wenn sie nicht physisch anwesend sein konnte. Die Besonderheit von Asmiras Team liegt darin, dass es keine strikt aufgeteilten Rollen gibt, sondern alle Mitglieder an allen Arbeitsbereichen beteiligt sind – von der Betreuung der sozialen Netzwerke über das Programmieren bis hin zum Zusammenbau und zur Steuerung des Roboters. Die größte Herausforderung bestand darin, ein funktionales Robotdesign zu entwickeln, das die Aufgabe innerhalb der begrenzten Zeit ohne technische Störungen ausführen kann.
Wie Asmira betont, war dies ihre zweite Teilnahme an einem solchen Wettbewerb, weshalb sie sicherer, entspannter und besser auf die bevorstehenden Herausforderungen vorbereitet war. Jedes Jahr bringt der Wettbewerb eine neue Herausforderung, das heißt ein neues Spiel, bei dem Roboter Aufgaben auf einer speziell gestalteten Plattform ausführen. In einer Reihe von Matches werden Geschwindigkeit, Präzision, Beweglichkeit des Roboters und die Teamkoordination bewertet. Während des Wettbewerbs werden die Roboter von ausgewählten Teammitgliedern gesteuert, was ein hohes Maß an Konzentration und Teamabstimmung erfordert. Die übrigen Mitglieder, darunter auch Asmira, konzentrierten sich auf die technische Unterstützung online. Dank ausgeprägtem Teamgeist und guter Kommunikation gewann Asmiras Team verdient den „Social Media Award“.
Der Weg zur internationalen Olympiade begann für Asmira jedoch schon viel früher. Mit Robotik kam sie erstmals in der zweiten Klasse der weiterführenden Schule im Robotikunterricht in Kontakt. Ein Wendepunkt war der Moment, als ihr Lehrer ihr die Teilnahme an einem schulischen Wissenschaftsmarkt vorschlug. Monate der Arbeit führten nicht nur zum ersten Platz, sondern auch zu einer dauerhaften Liebe zu diesem Fachgebiet.

Ich kann sagen, dass meine Liebe zur Robotik genau dort begonnen hat, sagt Asmira.
Robotik erlebt sie als eine Verbindung von Logik, Innovation und Disziplin und ist der Meinung, dass Hingabe, Ausdauer und Lernbereitschaft entscheidend für den Erfolg sind. Wettbewerbe haben für Asmira einen besonderen Wert.
Ich halte Wettbewerbe für Chancen des Lebens, sagt sie und betont, dass sie ihr neben Wissen auch Erfahrungen und Bekanntschaften bringen, die ein Leben lang bleiben. Die größte Unterstützung erhielt sie von ihren Eltern. Eine bedeutende Rolle auf ihrem Weg spielte auch die Hastor Stiftung, die sie finanziell, mentorisch und moralisch unterstützte. Als Teil der Stiftung erwarb sie neue Kenntnisse und Erfahrungen und betont, wie viel ihr die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft bedeutet, in der sie gemeinsam mit anderen lernen und sich weiterentwickeln kann: Das Mindeste, was ich der Hastor Stiftung sagen kann, ist Danke.