Im Mai 2026 führten die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Hastor Stiftung zahlreiche bedeutende Freiwilligenaktivitäten in ganz Bosnien und Herzegowina durch. Durch humanitäre, bildungsbezogene, gesundheitliche, kulturelle und gemeinnützige Projekte zeigten sie, dass junge Menschen Träger positiver Veränderungen in ihren lokalen Gemeinschaften sein können. Jede Aktivität bot die Möglichkeit, neues Wissen zu erwerben, wichtige Lebenskompetenzen zu entwickeln und die Werte zu stärken, auf denen die Arbeit der Hastor Stiftung basiert – Bildung, Menschlichkeit, Solidarität, Verantwortung und aktives Bürgerschaftsengagement.
In Fojnica wurde unter der Leitung des Mentors Adis Akšamović eine Aktivität in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz Fojnica durchgeführt. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhielten eine Einführung in die Grundlagen der Ersten Hilfe und lernten durch praktische Übungen, wie sie in Notfallsituationen richtig reagieren können. Besonderes Augenmerk lag auf der Versorgung verletzter Personen, dem Stillen von Blutungen, der Immobilisierung von Verletzungen sowie dem richtigen Verhalten bei Bewusstlosigkeit. Diese Aktivität trug zur Entwicklung von Menschlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft bei.
In Gornji Vakuf-Uskoplje organisierten die Mentorinnen Amna Halilović und Hatidža Omeragić eine Bildungsführung zu kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten besuchten den Uhrturm (Sahat-kula) sowie den Partisanen-Gedenkfriedhof und hatten die Gelegenheit, die reiche Geschichte ihrer Region kennenzulernen. Durch Gespräche über das kulturelle Erbe, die antifaschistische Tradition und die Bedeutung des Schutzes nationaler Denkmäler entwickelten sie ein Bewusstsein für die Wichtigkeit der Bewahrung des kulturellen Erbes und der aktiven Beteiligung junger Menschen an dessen Erhaltung. Die Aktivität wurde mit einem interaktiven Wissensquiz und einer Diskussion über das touristische Potenzial der Stadt abgeschlossen.
In Sarajevo führten die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Hastor Stiftung unter der Leitung der Mentoren Amel Asani, Amar Imamović und Nejra Ćatić das Projekt „Stoppt Gewalt unter Gleichaltrigen“ durch. Durch Workshops, Bildungsangebote, Gruppendiskussionen und kreative Aktivitäten lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Formen von Gewalt unter Gleichaltrigen, deren Folgen sowie Möglichkeiten der Prävention kennen. Dabei entstanden Plakate, Informationsflyer und Botschaften der Unterstützung, die die Werte von Toleranz, Freundschaft und gewaltfreier Kommunikation förderten. Diese Aktivität zeigte eindrucksvoll, wie junge Menschen zur Schaffung eines sicheren und gesunden Umfelds für ihre Altersgenossen beitragen können.
In Perin Han bei Zenica wurde unter der Leitung der Stipendiatin Sumeja Stabančić die Aktivität „Prävention rettet Leben“ durchgeführt. Der Schwerpunkt lag auf älteren Menschen, denen grundlegende präventive Gesundheitsleistungen angeboten wurden. Durch die Messung des Blutdrucks, des Blutzuckerspiegels, der Körpertemperatur und der Sauerstoffsättigung erhielten ältere Bürgerinnen und Bürger Unterstützung und wurden auf die Bedeutung regelmäßiger Gesundheitskontrollen aufmerksam gemacht. Diese Aktivität hatte einen besonderen humanitären Wert, da sie Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Fürsorge für ältere Mitglieder der Gemeinschaft förderte.
In der Siedlung Lišnja bei Prnjavor organisierten die Mentorinnen Nevena Božić und Nedeljka Dragojević einen Besuch des Gestüts Vučijak. Diese Aktivität verband Bildung, gemeinschaftliches Lernen und Naturerlebnisse. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, mehr über das Leben der Pferde, ihre Pflege und die Bedeutung des Tierschutzes zu erfahren. Die Beobachtung des Pferdetrainings sowie der Aufenthalt in der Natur förderten Empathie, Verantwortungsbewusstsein und das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzes des Naturerbes Bosnien und Herzegowinas.
In Banovići wurde unter der Leitung von Belmin Pleščić, Emina Hašarić und Amel Selimović eine Bildungsführung durch das Bergbau- und Eisenbahnmuseum organisiert. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten lernten die Geschichte des Bergbaus, die Entwicklung des Eisenbahnverkehrs und die Bedeutung der Bergwerke für die Entwicklung der lokalen Gemeinschaft kennen. Besondere Aufmerksamkeit galt den Arbeitsaktionen und dem Bau der Eisenbahnstrecke Brčko–Banovići, wodurch die Bedeutung gemeinschaftlicher Arbeit, Solidarität und gesellschaftlicher Entwicklung im historischen Kontext hervorgehoben wurde.
Alle genannten Aktivitäten stellen nur einen Teil des engagierten Einsatzes unserer Stipendiatinnen und Stipendiaten für das Gemeinwohl dar. Sie bestätigen, dass gebildete, verantwortungsbewusste und gesellschaftlich engagierte junge Menschen zu den wichtigsten Kräften für die Entwicklung Bosnien und Herzegowinas gehören. Durch ihr ehrenamtliches Engagement haben sie gezeigt, dass echte Veränderungen beim Einzelnen beginnen und dass durch gemeinsames Handeln bedeutende Ergebnisse in den Bereichen Bildung, humanitäre Arbeit, Schutz des kulturellen Erbes, Gesundheitsförderung und Gemeindeentwicklung erzielt werden können.
Mit ihrem Mentoring- und Stipendienprogramm investiert die Hastor Stiftung kontinuierlich in die Entwicklung junger Menschen und bietet ihnen die Möglichkeit, durch Bildung und Freiwilligenarbeit zu Trägern positiver Veränderungen zu werden. Die in diesem Monat durchgeführten Aktivitäten sind ein weiterer Beweis dafür, dass die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Hastor Stiftung nicht nur in ihre eigene Bildung investieren, sondern auch aktiv zur Entwicklung ihrer lokalen Gemeinschaften beitragen. Dabei fördern sie die Werte Solidarität, Menschlichkeit, Wissen und gesellschaftliche Verantwortung und hinterlassen so langfristig positive Spuren in der Gesellschaft.