
Unter den Stipendisten der Hastor Stiftung befinden sich viele junge Menschen, die mit ihrem Einsatz und Talent in verschiedenen Bereichen Grenzen verschieben. Eine von ihnen ist die dreizehnjährige Ajša Kazazović aus Hadžići, Schülerin der achten Klasse, die bereits seit Jahren bemerkenswerte Erfolge im Springreiten erzielt. Trotz ihres jungen Alters kann sie bereits auf zahlreiche bedeutende Wettbewerbe und Erfolge zurückblicken.
„Ich habe 2021 mit dem Wettkampf begonnen, aber alles fing viel früher an. Schon als kleines Kind war ich oft mit meinen Eltern im Reitclub, sodass das Leben in der Nähe von Pferden für mich immer ganz natürlich war. Mit der Zeit begann ich intensiver zu trainieren, und dann kamen auch die ersten Wettkämpfe“, erzählt Ajša zu Beginn unseres Gesprächs.
Die Ergebnisse, die sie bisher erzielt hat, zeigen deutlich, wie sich Einsatz und Hingabe auszahlen. Besonders stolz ist sie darauf, dass sie bereits zwei Jahre in Folge den Titel des besten Kindes in Bosnien und Herzegowina im Springreiten verteidigt hat. Zu ihren Erfolgen zählen außerdem der 10. Platz beim Weltcup in Belgrad im vergangenen Jahr sowie der zweite Platz bei den kroatischen Meisterschaften.
Hinter jedem Erfolg stehen jedoch viel Arbeit und Verzicht. Die größte Herausforderung für Ajša ist es, schulische Verpflichtungen und Training miteinander zu vereinbaren. Dabei erhält sie große Unterstützung von ihrer Familie, ihren Trainern sowie von der Hastor Stiftung, die die Bedeutung ihres Bildungs- und Sportwegs erkennt. Gerade diese Unterstützung gibt ihr zusätzliche Motivation, weiter zu trainieren und sich zu verbessern.
Auch ihre Zukunftspläne sind bereits mit neuen Herausforderungen gefüllt: Neben zahlreichen Auftritten in Bosnien und Herzegowina sowie in der Region zählen der Weltcup in Kroatien und die Balkanmeisterschaft in Griechenland zu ihren wichtigsten Zielen in der kommenden Zeit.
Wir haben Ajša auch gefragt, ob sie einen Rat für alle hat, die diesen Sport ausprobieren möchten. Ihre Antwort ist einfach: Man sollte es auf jeden Fall versuchen. Reiten sei ein besonderer Sport, da er weit mehr als nur Wettbewerb bietet – nämlich Zeit in der Natur und die Nähe zu Tieren.
Geschichten wie diese erinnern uns daran, dass große Träume oft aus kleinen Schritten, Geduld und Liebe zu dem entstehen, was wir tun. Wenn dazu noch Ausdauer und die Unterstützung der Menschen um uns herum kommen, werden die Grenzen dessen, was wir erreichen können, deutlich erweitert.