Der April, der weltweit als Monat der Menschlichkeit, Solidarität und gegenseitigen Hilfe wahrgenommen wird und zugleich der Monat der Gründung der Hastor Stiftung ist, wurde auch in diesem Jahr durch eine Reihe inspirierender freiwilliger Aktivitäten geprägt, deren Ziel es war, junge Menschen zu aktivem Handeln in ihren lokalen Gemeinschaften zu motivieren. Durch eine große Anzahl an freiwilligen Stunden zeigten Schülerinnen und Schüler sowie Mentorinnen und Mentoren in verschiedenen Städten Bosnien und Herzegowinas, dass auch kleine Initiativen einen starken und langfristigen Einfluss auf die Gesellschaft haben können.

IIn Srebrenik beobachteten Mentorinnen und Mentoren gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern während eines Stadtspaziergangs aufmerksam ihre Umgebung und boten spontan Hilfe an, wo sie benötigt wurde. Anschließend beteiligten sie sich im Park an der Pflege und Bewässerung von Blumen, der Reinigung des Geländes sowie an der Fürsorge für Tiere. Durch die Workshops „Kiste der Probleme und Lösungen“ und „Empathie und Hilfe für andere“ sprachen die Schülerinnen und Schüler über alltägliche Herausforderungen, entwickelten Lösungsansätze und stärkten ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Empathie sowie ihre sozialen Kompetenzen.

In Sarajevo wurden vielfältige humanitäre, edukative und sportliche Freiwilligenaktivitäten umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler besuchten die Organisation Pomozi.ba, wo sie durch das Sortieren von Spenden Verantwortung, Organisation und sorgfältiges Arbeiten erlernten. Zudem schrieben sie Unterstützungsbriefe an Kinder aus den SOS-Kinderdörfern und bereiteten Pakete mit Süßigkeiten für Kinder ohne elterliche Fürsorge vor, wodurch sie Empathie und Mitgefühl entwickelten. Darüber hinaus nahmen sie an einer ökologisch-humanitären Aktion zum Sammeln von Plastikflaschen und Verschlüssen teil, deren Recycling humanitäre Projekte unterstützte. Eine Freiwillige engagierte sich außerdem in einem Sportkollektiv, organisierte Trainings für Mädchen und förderte neben sportlichen Fähigkeiten auch Selbstvertrauen, Disziplin und Teamgeist

IIn Mostar waren die Aktivitäten auf die Entwicklung ökologischen Bewusstseins und kreativen Ausdrucks ausgerichtet. Die Schülerinnen und Schüler stellten in Workshops Spielzeuge aus recycelten Materialien her und drückten durch Zeichnen und Ausmalen ihre Einstellungen zum Naturschutz aus. Eine besondere Aktivität war das „Öko-Mosaik“, bei dem sie gemeinsam ein Bild aus gesammelten Materialien gestalteten und die Bedeutung von Teamarbeit erfuhren. Anschließend beteiligten sie sich an der Gestaltung von Grünflächen durch das Pflanzen von Blumen in einem lokalen Park und lernten dabei die Bedeutung des Umweltschutzes und gemeinschaftlichen Handelns kennen

In Kalesija besuchten die Schülerinnen und Schüler eine Vereinigung von Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind. Dort leisteten sie durch gemeinsame Arbeit und Gespräche Unterstützung für die Mitglieder der Vereinigung und beteiligten sich an der Herstellung von Stofftaschen und anderen Handarbeiten, die für humanitäre Zwecke verwendet werden. Während dieser Aktivität hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, inspirierende Geschichten von Frauen zu hören, die schwere Lebensherausforderungen überwunden haben, was zusätzlich die Entwicklung ihrer Empathie und ihres Bewusstseins für die Bedeutung von Gesundheit und gegenseitiger Unterstützung beeinflusste, während sie durch ihr Engagement zur Arbeit der Vereinigung und ihren humanitären Zielen beitrugen

Die freiwilligen Aktivitäten in Derventa wurden im Zentrum für Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsbeeinträchtigungen durchgeführt, wo die Schülerinnen und Schüler durch Spiele, Zeichnen, das Zusammensetzen von Puzzles und andere kreative Aktivitäten Zeit mit den Nutzerinnen und Nutzern des Zentrums verbrachten und dabei ein sicheres und unterstützendes Umfeld schufen. Besonders bedeutend war die Aktivität der Gestaltung eines gemeinsamen Bildes aus Puzzleteilen, das die Einheit in der Vielfalt symbolisierte, während die Schülerinnen und Schüler durch den individuellen Zugang zu jedem Kind Geduld, Verständnis und soziale Kompetenzen entwickelten.

In Zvornik waren die Aktivitäten auf das Kennenlernen und den Erhalt des kulturhistorischen Erbes durch den Besuch der Festung Kula Grad ausgerichtet, wo die Schülerinnen und Schüler durch edukative und praktische Arbeit über die Bedeutung von Denkmälern und ihre Rolle für die Identität der Gemeinschaft lernten. Durch die Reinigung des Geländes, Fotografieren und das Erstellen kreativer Botschaften zum Erhalt des kulturellen Erbes entwickelten die Schülerinnen und Schüler ein Verantwortungsgefühl gegenüber dem kulturellen Erbe und beteiligten sich aktiv an dessen Förderung

In Prnjavor führten die Schülerinnen und Schüler die Aktion „Kiste der Güte“ durch, bei der Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hatten, benötigte Dinge zu spenden oder mitzunehmen, wodurch die Kultur des Teilens und der gegenseitigen Unterstützung gefördert wurde. Zusätzlich verbreiteten sie durch die Gestaltung motivierender Botschaften positive Energie im öffentlichen Raum und hinterließen einen starken Eindruck in der Gemeinschaft

Dies sind nur einige der zahlreichen im April umgesetzten Aktivitäten, die deutlich zeigen, dass freiwilliges Engagement ein starkes Werkzeug für den Aufbau einer humaneren Gesellschaft darstellt und dass junge Menschen durch konkrete Aktionen Werte entwickeln können, die sie ihr ganzes Leben begleiten werden. Durch verschiedene Formen der Hilfe, Bildung und gemeinschaftlichen Arbeit zeigten die Schülerinnen und Schüler, dass gute Taten nicht nur eine gelegentliche Aktivität sind, sondern eine Lebensweise, die zum Aufbau einer besseren und solidarischeren Gemeinschaft beiträgt