Die Sommerferien in den Förderunterrichtsclubs der Hastor Stiftung sind nicht nur eine Gelegenheit zur Erholung, sondern auch eine Zeit, die der Weiterentwicklung von Wissen, Fähigkeiten und persönlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler durch sorgfältig konzipierte Themenworkshops gewidmet ist. In den vergangenen Wochen standen Themen im Mittelpunkt, die die Teilnehmenden dazu anregten, über die Bedeutung von Empathie und den Abbau von Vorurteilen, den Erhalt der körperlichen und psychischen Gesundheit sowie das Verständnis von Emotionen und psychologischen Prozessen nachzudenken, die unser Verhalten prägen.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Workshop „Warum beurteilen wir ein Buch nach seinem Einband?“ der Studentin Ena Razić. Durch die Analyse verschiedener Alltagssituationen, Diskussionen und interaktive Aktivitäten erkannten die Schülerinnen und Schüler, wie trügerisch der erste Eindruck sein kann. Im Austausch über Stereotype und Vorurteile entwickelten sie Empathie und kamen zu dem Schluss, dass jeder Mensch die Chance verdient, zunächst kennengelernt zu werden, bevor man sich ein Urteil über ihn bildet.
Im Workshop der Studentin Ajla Hasić „Müdigkeit bei jungen Menschen – warum sind wir ständig erschöpft?“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Ursachen körperlicher, geistiger und emotionaler Erschöpfung. Gleichzeitig diskutierten sie über die Bedeutung von ausreichend Schlaf, einer guten Zeitplanung, gesunder Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität sowie eines verantwortungsvollen Umgangs mit digitalen Medien. Durch den Austausch eigener Erfahrungen konnten sie Gewohnheiten erkennen, die ihre Gesundheit und ihr tägliches Wohlbefinden fördern.
Großes Interesse weckte auch der Workshop der Studentin Mia Markelić „Warum bezahlen wir dafür, Angst zu haben?“. Die Teilnehmenden erfuhren, wie das Gefühl von Angst entsteht und wie Gehirn und Körper auf Stresssituationen reagieren. Anhand spannender Beispiele aus Horrorfilmen, der Psychologie und den Neurowissenschaften erweiterten sie ihr Wissen über Emotionen und kamen zu der Erkenntnis, dass das Verständnis der eigenen Ängste der erste Schritt zu ihrer Überwindung ist.
Durch interaktive Arbeitsformen, einen offenen Dialog und den Austausch persönlicher Erfahrungen stärkten die Schülerinnen und Schüler ihr kritisches Denken, ihr Verantwortungsbewusstsein für die eigene Gesundheit, ihre Wertschätzung von Vielfalt sowie ihre Fähigkeit, Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Solche Aktivitäten verdeutlichen, dass Bildung weit über die Vermittlung von Schulwissen hinausgeht und eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung verantwortungsbewusster, reflektierter und gesellschaftlich engagierter junger Menschen bildet.
Wir sind überzeugt, dass gerade solche Inhalte daran erinnern, dass Lernen ein lebenslanger Prozess ist und jede Gelegenheit, neues Wissen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln, zur Entwicklung selbstbewusster, verantwortungsvoller und erfolgreicher Persönlichkeiten beiträgt. Deshalb können auch die Sommerferien eine Zeit des persönlichen Wachstums, der Inspiration und der Entdeckung neuer Interessen sein.